Meine Mutter die Gräfin
Die "rote" Gräfin führte wahrlich ein aufregendes Leben, dessen Beschreibung uns auf faszinierende Weise ungewöhnliche Aspekte der europäischen Geschichte des letzten Jahrhunderts aufzeigt. Enorm lebendig und fesselnd erzählt Yvonne Hirdman aus dem Leben ihrer Mutter, einem Leben zwischen Boheme und Kommunismus.
Was für ein Leben! Aufgewachsen in der Bukowina (damals Österreich-Ungarn) als Tochter eines Hamburger Vaters und einer Schweizer Mutter, besuchte die rote Gräfin in Weimar ein Mädchenpensionat, tanzte im Berlin der Weimarer Republik, nach der Scheidung von ihrem gräflichen Ehemann wurde sie Kommunistin, musste daher ins Exil nach Moskau fliehen und lebte schließlich in Schweden.
Eine kurzweilige und anregende Lektüre, die zugleich auch ein anschauliches Porträt über das Frauenbild der damaligen Zeit ist - lohnend nicht nur für geschichtsinteressierte Leserinnen.





